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10 Jahre Web Development mit Zope

erstellt von zTeam zuletzt verändert: 03.09.2008 14:51

1998 wurde der Webapplikationsserver Zope unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. In diesen zehn Jahren setzte die ursprünglich von der US-Firma Digital Creations (später Zope Corporation) entwickelte Plattform Maßstäbe in der Entwicklung von Webanwendungen. Zope war das erste Web-Framework, das auf der eleganten und leistungsfähigen Programmiersprache Python basiert und wurde zum Vorreiter zukunftsweisender Entwicklungen.

Unicode & Persistenz

Zope verfügt seit 2002 über eine durchgängige Unicode-Unterstützung. Im gleichen Jahr wurde die erste automatische Formulargeneration und -validierung in Zope implementiert. Von Anfang an nutzt Zope die Objekt-Datenbank ZODB zur Speicherung von Inhalten und persistentem Code. Die ACID-kompatible Datenbank ermöglicht die direkte und völlig transparente Speicherung von Python-Objekten, sodass sich Entwickler über das Datenbank-Design ihrer Anwendungen keinerlei Gedanken machen müssen.


Unit-Tests & Deployment

Mit den Doctests wurde im Zope-Umfeld die mittlerweile überall in Python gebräuchliche, innovative Test- und Dokumentationsumgebung entwickelt. Und mit buildout besitzt Zope ein leistungsfähiges Deployment-System, das den Aufwand für das Roll-out komplexer Webanwendungen auf ein Minimum reduziert.


Revolutionäre Komponentenarchitektur

Mit der revolutionären Komponentenarchitektur eröffnet Zope ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Komponenten sind kleine Software-Pakete mit einer genau definierten und überschaubaren Funktionalität.
Interfaces definieren dabei den Funktionsumfang der Komponenten, wodurch Komponenten, die das gleiche Interface implementieren, problemlos gegeneinander ausgetauscht werden können, ohne dass der sonstige Programmcode verändert werden müsste.
Die kleinen, überschaubaren Komponenten können mit Hilfe der Zope Configuration Markup Language (ZCML) zu komplexen Anwendungen zusammengesetzt werden. Die Komponentenarchitektur macht die bei
modernen Webanwendungen zwangsläufige Komplexität für den Entwickler beherrschbar. Einmal entwickelte Komponenten können zudem in anderen Anwendungen wieder verwendet werden.

 

Die Komponenten-Bibliothek von Zope enthält bereits über 400 Komponenten, die auf generische und anpassbare Weise alle wichtigen Funktionalitäten moderner Webanwendungen abdecken. Damit gewährleistet die Kompo- nentenarchitektur eine kosteneffiziente Entwicklung.


Auf die nächsten 10 Jahre!

Mit der Übertragung des intellektuellen Eigentums an Zope auf die Zope Foundation sind die Weichen für die erfolgreiche Weiterentwicklung
von Zope gelegt. Damit ist Zope ebenso wie die zu Grunde liegende

Programmiersprache Python, die durch die Python Foundation geschützt wird, unveräußerbar geworden.

Weder Python noch Zope können von finanzstarken Unternehmen gekauft und dominiert werden.

Das garantiert allen Anwendern ein hohes Maß an Investitionssicherheit. Gleichzeitig gewährleistet die Zope Foundation die kontinuierliche
Weiterentwicklung der Software. Wer bei der Entwicklung von Webanwendungen auf Zope setzt, hat also auch in Zukunft ein verlässliches
und ausgereiftes Instrumentarium zur Verfügung.


Python: schlank ist einfach besser

Zope verdankt seinen Erfolg der Programmiersprache Python. Python ist eine äußerst schlanke und elegante Programmiersprache.
Der ehemalige Java-Entwickler und NASAMitarbeiter Sean Kelly hat die Leistungsfähigkeit von Java und Python miteinander verglichen und kam zu dem Resultat, dass Java zur Implementierung der gleichen Funktionalität siebenmal mehr Zeilen Code benötigt als Python. Dies hat direkte Auswirkung
auf den Programmieraufwand. So hat das auf Python und Zope basierende
CMS Plone eine Codebasis von 180.000 Zeilen. Das auf Java basierende und in seiner Leistungsfähigkeit vergleichbare CMS Alfresco dagegen 914.000 und Apache Lenya sogar 1,6 Mio. Zeilen Code.

Java benötigt etwa sieben mal so viele Codezeilen wie Python!

Wenn man weiß, dass ein Entwickler den größten Teil seiner produktiven Arbeitszeit mit dem Lesen und Wiederlesen von fremdem und eigenem Code verbringt, sollte sich die Frage, welcher Programmiersprache man den Vorzug gibt, in einer Welt begrenzter Ressourcen eigentlich von selbst beantworten.

Fazit

Mit Zope und Python lassen sich wesentlich schneller produktive Ergebnisse erzielen als mit anderen Programmiersprachen. Außerdem bleiben Anwendungen, auch
wenn sie wachsen, wartbar und flexibel. Alles in allem ermöglichen Zope und Python eine ressourcenschonende und effiziente Entwicklung mit langfristiger Perspektive.

(Quelle: Deutsche Zope Users Group, DZUG e.V.)

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